Liebe Naturkosmetik Freunde

Längere Zeit war ich von der Natur getrennt. Obwohl ich in einer prachtvollen Umgebung leben darf, umgeben von Wald und Bergen, sah ich die Natur nicht….besser gesagt, ich wollte sie nicht sehen. Viele andere Dinge waren mir wichtiger und obwohl ich mich sehnte in den Wald zu gehen, habe ich immer und immer wieder ausreden gesucht. Irgendwann kann man die innere Stimme nicht ignorieren und hört hin was das Herz spricht.

Letztes Jahr  habe ich  begonnen Pflanzen  zu betrachten, pflückte hin und da Wildkräuter und bestaunte die Bäume. Obwohl ich ein grosses Wissen in Ayurvedamedizin und in der Herstellung von Naturkosmetik habe, fehlte mir irgendwas und spürte, dass ein Wissen noch nicht geschliffen wurde. Nämlich das Wissen über die Wildkräuter und das Wissen über die Waldbäume.

Diesen Frühling habe ich endlich das gefunden was mein Herz sich schon lange gewünscht hat. Nämlich Wildkräuter und Baumblätter zu sammeln und ihr Wesen zu verstehen. Die Kräuter und Blätter danach zu verarbeiten und zu kochen (über das offene Feuer), ist für mich das „Tüpfelchen auf i“ und bereitet mir eine unglaubliche Freude, innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Ich bin, wie sagt man so schön, angekommen.

Betrachte ich die Wildkräuter und schaue nun beim spazieren welche Kräuter auf den Wiesen und im Wald wachsen, sollte man  den Kopf in die Höhe strecken und die Bäume genauso betrachten. Sie geben uns genauso viel wie die Wildkräuter. Nämlich essbares Laub (Blätter), viel Mineralien und gesunde Kost. So auch die Linde.

Die Linden (Tilia platyphyllos) kommen in ganz Europa bis hin nach Kleinasien vor. Sie werden häufig in Parkanlagen, Alleen und als Heckenpflanzungen angepflanzt. Wildwachsend finden wir die Linden in Mischwäldern und an Waldrändern. Die Linde ist ein Schutzbaum und zugleich stellt sie die Mutter Erde und den Lebensbaum dar. Hilft bei Lungenleiden und man sagt auch, wenn man jeden Morgen unter einer Linde hundertfünzigmal tief ein- und ausatmet, verhelfe es zu einer gesunden und starken Lunge.

Im Frühling, wenn die Blätter noch jung und zart sind, kann man sie sammeln und bereitet ein Salat zu. Oder als Frühlingsrollen genauso gut oder auch eine Gemüsesuppe mit Lindenblätter. Es gibt wenige Blätter, die einen so feinen Geschmack haben wie die Lindenblätter. Wenn sie dann etwas grösser sind, jedoch nicht all zu zäh, ergeben sie ein schmackhaftes Gemüse. Im Herbst finden wir schon früh die Knospen an den Lindenbäumen. Als Salat- und Suppenbeigabe sind sie eine willkommende und gute Abwechslung.

In der kosmetische Anwendung hat die Linde auch einen hohen Stellenwert. Eine sehr sanfte Reinigung leicht entzündeter und angespannter Haut bieten die Lindenblätter. Sie werden als Tee zubereitet, der dann zum Waschen dient. Für die Haarpflege können wir den gleichen Tee zubereiten und die Haare nach der Wäsche damit gut spülen. Sie werden dadurch weich, und, was noch wichtiger ist, die Kopfhaut wird entspannt.

Somit, wenn wir wieder mal in den Wald gehen und ein „Waldbad“ geniessen,  schaut in der Höhe. Bewundert die Bäume und auch die Linde. Danken wir doch für reichliche Gabe, die uns die Natur jeden Tag schenkt. Sei es für unsere Schönheit im Äusserem und/oder auch im Inneren.

Duftende Grüsse

Lilly

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