Und die Mondhexe Juli wedelte Schwaden von entfachten Brennnesselblättern umher:

“ Mit aller Kraft fliesse unser Lebenssaft, rot und rein, so soll es sein“.

 

Liebe Natur Freunde

Der Sommer ist nun da, in voller Pracht. So richtig, richtig. Nämlich heiss und intensiv. Höre ich aber auch viele jammern wie: „Mir ist zu heiss, kann nicht schlafen, meine Beine schmerzen, bin ständig müde und die Konzentration lässt nach“. Ganz ehrlich liebe Leute; mir geht es genauso. Ich gestehe und bin absolut ehrlich; ich bin keine Sonnenanbeterin. „Wie das?“, höre ich oft sagen, „Gerade du Lilly als Sonnenkind im Juli geboren“. War nicht ich die, die früher stundenlang am Meer und an der Sonne weilen konnte und mit der Hitze überhaupt kein Problem hatte? Eben ich, als Sonnenkind im Juli geboren. Heute suche ich nur noch jeden bedenklichen Schattenplatz. Einmal unter einem Baum und da bleibe ich. Nix Sonne und Hitze! Ja du, gell, so ändert man sich.

Für viele, die genauso Hitzeempfindlich sind wie ich, hier ein paar Tipps für dich:

  • Flüchte in die Höhe, früh Morgens. Dann ist es in den Bergen kühl und im Wald so schön schattig. Frische Luft tut gut und der Wald gibt Kraft, fühlt deine Lungen mit viel Sauerstoff und man ist zufrieden. Sehr zufrieden sogar. Hitze ist unten im Tal. Bis Mittag bleibt es schön kühl in den Bergen, danach wird es auch oben warm.
  • Ich trinke ganz viel Brennnesseltee in der Sommerzeit. Entstaut, entgiftet und spült die Nieren mal so richtig durch. Und ich liebe diese Wildpflanze über alles. Was die so alles kann. Weisst du noch? Letztes Jahr habe ich über die „Brennnessel“ ein Blog geschrieben.
  • Ich springe jeden Morgen ins kühle „Bächle“. Und ja, das „Bächle“ ist sehr kalt. Aber es erfrischt mich, macht meine Gedanken klar und ich bin so richtig schön abgekühlt. Diese Frische hält bei mir bis Mittag an.
  • Kokosöl ist ein sehr kühlendes Öl. Es kühlt deine Haut, pflegt und der schöne Nebeneffekt; du duftest so fein.
  • Am Nachmittag kühle ich meine Beine im Fussbad. Tut gut und nimmt die Schwere aus den Beinen. 1-2 Tropfen Pfefferminzöl dazu, hilft ebenso. Oder was auch sehr gut hilft, ist eine Mischung aus Meersalz & Speisenatron. Macht müde „Füsslein“ hellwach.
  • Im Sommer habe ich „immer“ mein Lavendelhydrolat Spray in der Nähe. Auch das hilft sehr. Nimmt die Hitze, kühlt und beruhigt.
  • Und am Abend, wenn ich mein Geschäft schliesse, dann verschwinde ich nochmals zum „Bächle“ und werfe mich rein ins kühle Nass. Will ich  Gesellschaft, dann geht es ab ins Freibad. Und in der Nacht, wenn es wieder sehr heiss ist, nützt eine kurze kühle Dusche. Hier auch noch ein Tipp; lass das kühle Wasser ein paar Minuten zuerst über dein Becken und unteren Rücken fliessen und danach die Beine. Hilft wunderbar!

Und was lauft so in meiner Manufaktur in Werdenberg?

Meine Gedankengänge sind manchmal sehr gross und ausschweifend und von vielen Bäumen sieht dann die „Frau“ den Wald nicht mehr. Wie ich dies löse? Meine Antwort ist simpel: „Raus in die Natur, mit meiner Hündin Frl. Emma unterwegs, und Kräuter sammeln“. Dankbar sein und die Natur geniessen und ebenso die Natur beobachten. Und beobachte ich genau und beruhige ich meine Gedanken, durfte ich feststellen, dass mir die Pflanze „Wegwarte“ immer und immer wieder bei meinen Kräuterspaziergänge begrüsste.

Die Wegwarte (Cichorium intybus) wird auch „Sonnendraht, Sonnenwirbel, Wegleuchte, Zigeunerblume“, genannt. Sie steht an den Wegesrändern und weist den Passanten den Weg, indem sie ihre Blütenköpfe erst nach Osten, der aufgehenden Sonne entgegen streckt und dann ihrem Lauf folgt. Sie ist eine wahrhaftige Seelenpflanze und stärkt das Gemüt. Die liebe Wegwarte regt die Milz, die Leber und die Galle an und löst Stauungen in den Organen. „Nimmerweh“ wird sie auch genannt und ist auch ein Lieblingskraut der Feen.

„Willst du den richtigen Pfad beschreiten, achte auf die Wegwarte, sie wird ihn dir bereiten“.

Hinhorchen, die Pflanzenwelt beobachten und einen Moment still bleiben. Achten was das Wesen der Pflanzen dir sagen will. Nicht immer kann es so sein, wie der Kopf es diktiert. Stehen bleiben und auf das Herz hören. Schlussendlich kommt immer alles Gut!

Die liebe Natur gibt uns momentan ganz viel Wildkräuter, Kraft und Liebe. Dankbar, dass ich all die Pflanzen pflücken und in eine köstliche Kulinarik umwandeln darf. Sommerliche und wunderbare Wildkräuter-Sirüpli’s sind entstanden, eingelegte schwarze Nüsse, Limoncello mit kroatischen Zitronen und Schweizer Lindenblüten und noch vieles mehr. Auch Naturkosmetik wird fleissig produziert. Am besten schaust du auf meiner Website und lasse dich „sommerlich“ überraschen.
Nun wünsche ich euch eine wunderbare und kraftvolle Sommerzeit. Geniesst es und ab ins „Bächle“ oder ins kühle Nass.

Sonnige Grüsse
Eure Lilly

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